Jagdrecht




 

 

Die allgemeinen Rechte zur Jagd werden ab dem 9. Jahrhundert durch die Errichtung von Bannforsten eingeschränkt. Die allgemeine Freiheit zur Jagd blieb für jeden Freien zwar erhalten, aber nicht mehr in allen Gebieten des Waldes. In den Bannforsten durften nur der König oder die von ihm damit belohnten Gefolgsleute jagen.

 

Im 13. Jahrhundert begann die königliche Zentralgewalt zu schwinden, die Macht der Landesherren wuchs. Das Bannrecht ging auf die Landesherren über, die das Jagdrecht in ihrem Territorium einforderten. Bauern, kleiner Landadel, Städte und Klöster müssen sich immer anstrengender dagegen wehren, dass ihr Jagdrecht durch weiter ausgedehnte Bannrechte der Fürsten eingeschränkt wird.

 

Im 14. Jahrhundert durften der niedere Adel und die Bauern beispielsweise Hase, Fasan und Reh, also das Niederwild, erlegen, während die hohe Jagd z.B. auf Hirsch, Wildschwein oder Gams dem hohen Adel vorbehalten war. Aus dieser Zeit stammt die Unterscheidung in Hoch- und Niederwild, die sich bis heute im Sprachgebrauch erhalten hat.

 

Im 15. Jahrhundert werden die Bauern nach der drastischen Einschränkung ihrer Jagdrechte jetzt verpflichtet als Hilfspersonal während der fürstlichen Jagden zu dienen, schließlich sogar während der Erntezeit!

 

Die Freyen von Blachendorf dürften also noch, wenn auch auf Niederwild eingeschränkt gejagt haben. Dies erfolgte wohl in althergebrachter Weise mit einem Langbogen. Vielleicht ist in den abgeschiedenen Höhen des Arberzuges auch mal ein Reh vor den Pfeil gelaufen  

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die Freyen von Blachendorf im Sinne von die Freien von Blachendorf, also die freien Bauern von Blachendorf